Rezension
Sascha Pranschke: Den Regen lieben
(...) Pranschkes Portrait einer jungen Frau auf der Suche nach Identität kann überzeugen. Er nennt die Faszination, die von Sexualtrieb und Fluchtverhalten ausgeht, das Ausprobieren diverser Ansätze, der menschlichen Existenz einen Sinn zu geben, den Wunsch nach Sicherheit bei gleichzeitiger Neugier auf das Leben. Das Kalkül, die Figuren in sommerstarrer Provinz agieren zu lassen, geht auf. Pranschke schreibt so, dass man die lastende Hitze förmlich spürt. Kurze Sätze benutzt er, kaum mal mehr als halbe Nebensätze fügt er ein. Er schreibt, wie man sich bei vierzig Grad im Schattenbewegt: bloß kein Zuviel, wenn jede Anstrengung zu Kurzatmigkeit führt. (...)
Wolfgang Kienast, bodo - Das Staßenmagazin 1.7.2010
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