VERLAGE
Allitera
Verlag der Criminale
die Schatzkiste
Lyrikedition
Buchmedia
Pocci-Werkausgabe
Dienstleistungen
Home Newsletter Impressum AGB Kontakt
Warenkorb

 
lyrikedition    
     
eine leichte acht

Neue Lyrik

eine leichte acht

Gedichte

Brischke, Lars-Arvid

ISBN: 3-86520-233-0
Lyrikedition 2000
96 S., Paperback
€ 9.50

Leseprobe (PDF)

Bestellen

 
 
Lars-Arvid Brischke legt mit seinem Debüt einen brillant komponierten Gedichtband vor. Der Autor kennt sich aus mit der Materialisierung von Assoziationen und spinnt virtuos seine Wortfäden. In seinen wohlgebauten Netzen fängt er komplette Mikrokosmen ein. Es finden sich Motivketten u. a. zu Wochentagen, Selbstbildnissen und Straßen. Manche Motive haben einen großem Wiedererkennungseffekt, wie das Elternhaus, das in seinem Beziehungsgeflecht Vater-Mutter-Kind immer wieder neu verfremdet und damit sichtbar gemacht wird. Nicht nur an diesem Auflockerungseffekt ist zu erkennen, dass Brischke der Performanceart sehr nahe steht.
Auf den aus acht Kapiteln bestehenden Band verteilt finden sich sogenannte »Gebrauchsanweisungen« für die Woche. Es sind Aufforderungen wie für eine Kunstperformance geschrieben: Surreale Anstiftungen zum Spiel, den Alltag neu zu inszenieren. Auch das titelgebende Gedicht »eine leichte acht hat das leben immer« verströmt eine schöne Heiterkeit, die überhöhten Ansprüchen auf ein perfektes Gelingen ein Schnippchen schlägt: »hab ne rose für dich/ gemalt doch die hexe/ die daraus geworden ist flüchtet/ auf fliegenden eierkuchen«.


zurück zur Ergebnisliste

Druckansicht  

Rezension

Messerscharf und fingerfertig
Lars Arvid Brischke legt mit eine leichte acht seinen Debütband vor. (...) Er veröffentlicht seit Jahren seine Gedichte in Zeitschriften - kurz: er ist in der Lyrikszene dermaßen präsent, dass es schon erstaunlich ist, dass der erste Gedichtband so lange auf sich warten lassen hat. Nun, die Wartezeit ist, dank der Lyrikedition 2000, vorüber.
Dem >books on demand<- Format der Lyrikedition 2000 ist es nicht nur zu verdanken, dass fast vergessene Klassiker des 20. Jahrhunderts, wie Helmut Heissenbüttels und Walter Höllerers Debütbände, wieder erhältlich sind. In der Reihe Neue Lyrik werden außerdem Lyriker präsentiert, die bisher kaum in Erscheinung getreten sind. Im Jahresprogramm der Neuerscheinungen, das geprägt ist von Leipziger-Schreibschüler-Debüts, sticht Brischkes Band wohltuend hervor und hält auch für Kenner der Gedichte Brischkes Überraschungen parat. (...) Eine Poesie, in der sich die verschiedensten sprachlichen Schichten und Formen überlagern, um sich gegenseitig hervorzuheben: physikalisches Vokabular, schnodderige Alltagssprache, verschiedene literarische Traditionen vom Dinggedicht bis zur konkreten Poesie oder Sonette.

Berliner Literaturkritik 26.1.2007